"In der Nacht schrieb ich, ohne das Licht anzumachen, als Gast der Nebelschwaden, im Dunkeln tastend, zu jeder beliebigen Nachtstunde. Meine Sprache wurde schneidend, gefährlich wie eine Degenspitze. Doch mein Gesang war nicht dunkel." Rafael Alberti, spanischer Nationalpreisträger. Ganzseitige Zeichnungen von Michael Kupfermann.
ENGEL-GEDICHTE von RAFAEL ALBERTI
ENGEL-GEDICHTE von RAFAEL ALBERTI
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dfm - das freut mich

ENGEL-GEDICHTE von RAFAEL ALBERTI

Normaler Preis €10,00 €0,00

ENGEL-GEDICHTE

Von Rafael Alberti, 12 Seiten
Vier ganzseitigen Zeichnungen von
Michael Kupfermann, Ottersberg
ISBN 978-3-939240-29-7

A5 €6

Der Sohn des Meeres von Cadiz in Spanien, war der bedeutendste zeitgenössische Dichter der spanischsprechenden Welt.

Er starb nach achtunddreißig Jahren Emigration in seiner Heimatstadt Puerto de Santa Maria im Alter von 96 Jahren mit seinem Wunsch
"Sollte meine Stimme an Land sterben,
bringt sie bis ans Meer und lasst sie am Ufer!"

Aus dem Inhalt
Der gute Engel
(In der Brust tun sich auf einmal)
Der unbekannte Erzengel
(Heimweh nach den Erzengeln!)
Der überlebende Engel (Erinnert euch.)
Der Sandengel
(Wirklich, in deinen Augen war das Meer zwei Kinder,)
Der Engel aller Engel
(Und das Meer ging hin und gab ihm einen Rufnamen,)
Der gute Engel
(Vor Jahren mal, ich schlief schon)
Die zwei Engel (Lichtengel du, glutheiß)
Der gute Engel
(Es kam der, den ich liebte)

Alberti
26-jährig, der Preisträger des Nationalpreises für Literatur 1926, veröffentlicht die "Engel" 1929, eine Poesie, die man ihm nicht zugetraut hätte:

"Ich habe meine poetischen Gewänder zerrissen (denn ich hatte solche). Ich bedeckte mein Haupt mit Asche. Ich verbrenne mich bei lebendigem Leibe. Ich zücke ein rotes Tüchlein - Trompetenfinale.

Und aus der stockfinsteren Stierbox stürmen Bosch, Bruegel (der Ältere und der Jüngere), Bouts, Swedenborg, W.Blake, Baudelaire und der Adler des Apostels.

Vergiftet mich mit dem Qualm von Holzkohlenbecken und umstellt mich mit höllisch blau flammenden Spirituskochern, denn ich bin verteufelt schlechter Laune.

Ich hatte das Paradies verloren, vielleicht das der unmittelbar hinter mir liegenden Jahre, meiner hellen, allerfrühesten Jugend, die fröhlich war, ohne Probleme.

Ich fand mich plötzlich um alles gebracht:
kein Blau mehr hinter mir, die Gesundheit aufs neue angeschlagen, zerrüttet, zerbrochen im tiefsten Innern meiner selbst...

Niemand folgte mir nach."

Michael Kupfermann
Grafikpreisträger 1996 des Landes Rheinland-Pfalz schuf die Zeichnungen des Heftes.

Er lebt und arbeitet als Künstler in Ottersberg.
Seine Zeichnungen halten sich an die Erscheinungen,
deren Alberti in seinen Schauungen ansichtig wurde.


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