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WOLFRAM VON ESCHENBACH - PARZIVAL VON WALTER JOHANNES STEIN

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WOLFRAM VON ESCHENBACH - PARZIVAL VON WALTER JOHANNES STEIN

Da erzählt sie ihm, alle Samstagnacht, am Saturntag, wenn er zu Ende gegangen ist, erscheint die Gralsbotin Kondrie la Sorzier; für die ganze Woche bringt sie Nahrung. Da fragt er nach dem Ring, Klausnerinnen pflegten doch sonst nicht der Liebschaft. Da sagte sie, sie sei rein, sie trauere um einen Mann, der ihre Minne niemals gewonnen habe, Orilus habe ihn im Kampfe erschlagen. Ihre Treue aber überdaure den Tod. Vor Gott empfinde sie sich mit ihm in rechter Ehe verbunden, anders seien sie nicht getraut gewesen. Da erkannte er Schionatulander und Sigune.Und sie erkannte ihn, indem sie ihm ins Antlitz blickte und seine Züge unter dem Eisenrost wahrnahm. Da fragt sie ihn nach dem Gral:

Ob er seine Kraft nun erkannt habe, ob er den Weg gefunden habe?

Da klagt ihr Parzival sein Leid. Um den Gral trage er Sorge und um die schönste Frau. Zum Gral sei er nicht wieder zurückgekehrt, den Weg habe er nicht gefunden.

Um ihren Rat bittet er sie. Da rät sie ihm: verfolge die Spur der Kondrie, der Gralsbotin. Noch ist es nicht lange, dass sie da war. Die Spuren müssen noch frisch sein, die das Maultier in den Boden getreten hat. An dem Brunnen zwischen den Felsenspalten pflege sie das Maultier festzubinden. Parzival folgt dem Rate, aber die Spur verschwindet.

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